Jahrelang hat sich Kim Kardashian durch eine harte Ausbildung gekämpft, um ihren Traum von der Rechtsanwältin zu erfüllen. Nun gab es kurz vor dem Ziel einen Dämpfer.
Seit vielen Jahren arbeitet Reality-TV-Star Kim Kardashian daran, Rechtsanwältin zu werden – nun musste sie kurz vor ihrem großen Ziel einen Rückschlag hinnehmen. "Nun … ich bin noch keine Anwältin. Ich spiele nur eine sehr gut angezogene im Fernsehen", schrieb Kardashian, die in der neuen Disney+-Serie "All's Fair" eine Scheidungsanwältin spielt, auf Instagram an ihre 354 Millionen Follower. Kardashian hatte laut dem People-Magazin Ende Juli ihre Prüfung für das California Bar Exam abgelegt.
"Ich war so nah dran, das Examen zu schaffen, aber das motiviert mich nur noch mehr", schrieb die 45-Jährige über ihre nicht bestandene Prüfung. Seit Jahren sei sie auf dieser Jura-Reise, und sie werde weiterhin alles geben, bis sie die Prüfung bestehe. "Keine Abkürzungen, kein Aufgeben – nur noch mehr lernen und entschlossener sein", betonte sie.
“Wegen dir bin ich durchgefallen!”
Ihr Scheitern führt Kardashian auch auf ChatGPT zurück. "Ich benutze es für juristische Ratschläge", sagte sie in einem Gespräch mit Vanity Fair. Wenn sie die Antwort auf eine Frage wissen wolle, gebe sie diese an die KI weiter, berichtete Kardashian. Die Antworten seien jedoch "immer falsch", erzählte der Reality-TV-Star. "Wegen ihm bin ich ständig durch Tests durchgefallen. Dann werde ich wütend, schreie es an und sage: 'Wegen dir bin ich durchgefallen! Warum hast du das gemacht?'"
Nach Angaben der kalifornischen Anwaltskammer stellen sich jedes Jahr im Februar und Juli insgesamt rund 16.000 Kandidaten der als anspruchsvoll geltenden Prüfung. Diese ist nach Studienabschluss nötig, um sich in Kalifornien als Anwalt niederlassen zu können. Den Angaben zufolge bestanden den Test im Februar 2025 nur etwa 63 Prozent der Prüflinge.
Mehrjährige Ausbildung zur Anwältin
Seit 2018 lässt sich Kardashian zur Anwältin ausbilden. Sie begann ein Praktikum in einer Kanzlei in San Francisco. Statt eines konventionellen Jurastudiums an einer Universität bzw. Law School wählte sie den in Kalifornien möglichen Weg über die Mitarbeit in einer Kanzlei und begleitende Studienkurse (Law Office Study Program (LOSP).
Berühmt wurde Kim Kardashian – die sinnbildlich für den Ausdruck "famous for being famous" gilt – ihrerseits zunächst durch ein 2007 veröffentlichtes Sexvideo mit dem Sänger Ray J. Auch ausgehend davon kam es zur Produktion der Serie "Keeping Up With The Kardashians", die das Leben der Familien Kardashian und Jenner zur Schau stellt. Berühmtheit erlangte sie neben ihren medienwirksamen Beziehungen (unter anderem mit Kanye West) insbesondere auch durch ihre milliardenschwere Mode- und Kosmetikunternehmen.
Aktivistisch tätig war Kardashian in jüngerer Vergangenheit insbesondere im Bereich der Gefangenenrechte. Sie setzt sich für eine Reform des US-amerikanischen Strafvollzugs ein.
Im Jahr 2021 schaffte Kardashian das als Baby Bar bekannte erste Jura-Examen im vierten Anlauf. Im Mai 2025 feierte sie dann ihren Studienabschluss, LTO berichtete. Ihr schon 2003 verstorbener Vater Robert Kardashian war ein Promi-Anwalt, der zum legendären Verteidiger-Team von O.J. Simpson gehörte.
dpa/jb/LTO-Redaktion
California Bar Exam nicht bestanden – wegen ChatGPT?: . In: Legal Tribune Online, 11.11.2025 , https://lto-origin-update.connectaserver.de/persistent/a_id/58593 (abgerufen am: 06.12.2025 )
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